BAMBERG

Diözesanmuseum

 

Das Diözesanmuseum präsentiert fast ausschließlich Sakralkunst. Von größter Bedeutung sind vor allem die hochmittelalterlichen Textilien im Obergeschoss: In besonderer Weise die Kaisermäntel des 11. Jahrhunderts: Der Sternenmantel mit einer Widmung an Heinrich, die beiden Mäntel der HI. Kunigunde sowie der Reitermantel (12. Jahrhundert). Der Ornat des Papstes Clemens II., des vormaligen Bamberger (+1047), aus seinem Grab im Westchor des Bamberger Domes ist der älteste nahezu vollständig erhaltene Papstornat des 11. Jahrhunderts.

 

 

Kaiser Heinrich II. (+1024) und seine Gemahlin Kunigunde (+1033) haben das von ihnen 1007 gegründete Bistum Bamberg mit wertvollen liturgischen Geräten, Reliquien, Paramenten und Büchern ausgestattet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Domschatz mehrmals durch Kontributionsforderungen dezimiert. Die Verluste konnten durch Spenden der Bischöfe und der Domherren jedes Mal ersetzt werden.

Mit der Säkularisation des Fürstbistums Bamberg 1802/1803 kam das Ende des alten Domschatzes. Kunstwerke von außerordentlichem Rang gingen dabei unwiederbringlich verloren oder wurden versteigert. Nur die unverkäuflichen Reliquien und Reliquiare blieben im Dom zurück. Alle Erinnerungsstücke an Heinrich und Kunigunde wurden nach München gebracht. Die Kaisermäntel kamen 1851 wieder nach Bamberg zurück.

 

Zur 900-Jahr-Feier des Bistums Bamberg 1907 plante das Metropolitankapitel die Errichtung eines Diözesanmuseums an Stelle der Domschatzkammer. Bis zur Verwirklichung sollten jedoch noch 60 Jahre vergehen. 1966 erfolgte die Eröffnung des Diözesanmuseums in der Trägerschaft des Metropolitankapitels. 1991 und 1992 wurden die Schauräume im Kapitelhaus neu eröffnet. Eine Erweiterung erfolgte 2005.

 

ganzjährig

Domtouristik und Dominformation

Domplatz 5

96049 Bamberg

Tel.: +49 (0) 951 – 502-2512

domtouristik-info@erzbistum-bamberg.de

www.dioezesanmuseum-bamberg.de