STUTTGART

Hass. Was uns bewegt

Hetze und Drohungen werden mörderische Realität. Die Mehrheit nimmt Minderheiten Rechte und Würde. Lebende und Tote werden von Menschen zu Objekten.

 

Hass! Er speist sich aus Angst, Neid und Verachtung in einer Gesellschaft. Er richtet sich gegen das, was fremd erscheint, und das, was ganz nahe liegt. Hass gehörte und gehört zum Alltag. Er äußert sich in Rassismus und Sexismus. Er richtet sich gegen „Ungläubige“ und gegen „das System“.

Viele Formen des Hasses begleiten uns durch die Geschichte: Angriffe auf die jüdische Bevölkerung gab es vor Jahrhunderten und gibt es heute.

 

Rechtsextreme mordeten in der Weimarer Republik und in der Bundesrepublik. Aber die „Erbfeindschaft“ zu Frankreich zeigt, wie Hass überwunden werden kann.

Die außergewöhnlich inszenierte Ausstellung zeigt rund 200 Hass-Objekte aus 200 Jahren. Und sie stellt Fragen: Wie können wir mit bedrohlichem Hass umgehen? Darf Hass eine Antwort auf Hass sein? Und gibt es sogar einen guten Hass – etwa wenn er sich gegen Unterdrücker richtet?

 

„Hass. Was uns bewegt“ ist der zweite Teil der Ausstellungstrilogie zu den Emotionen Gier, Hass und Liebe.

17.12.2021 - 24.07.2022

Liebe. Was uns bewegt

Liebe. Macht. Geschichte:

Das Finale der Emotionen-Trilogie widmet sich dem schönsten aller Gefühle.

 

Die Große Landesausstellung blickt darauf, wie Liebe die Menschen zusammenhält und stärkt, aber auch verboten oder fanatisch sein kann.

Die Geschichten erzählen vom Kampf gegen Vorurteile und von Zeichen der Hoffnung, von Liebe über soziale oder politische Grenzen hinweg und von blinder Vaterlandsliebe. Die Originalobjekte zeugen von Menschen, die ihr Leben still der Nächstenliebe weihen oder demonstrativ der Liebe zur Erde verschreiben – und dabei alles riskieren.

 

Wo Liebe ist, sind andere Emotionen ganz nah. Lust und Begierde lebte ein Künstler-

Ehepaar vor 100 Jahren offen aus. Ein König liebte dagegen sein Ross mehr als manche Gemahlin und bewahrte gar das Pferdeskelett auf. Liebe kann in Zeiten des Hasses auch Abschied bedeuten, etwa als jüdische Eltern ihre Kinder ins Ausland schickten und selbst im Konzentrationslager starben.

 

Die Ausstellung fragt nach der gesellschaftlichen Wirkung von Liebe: Wie hilft sie gegen Ausgrenzung und Entwertung von Menschen? Wie stärkt sie Gerechtigkeit und freiheitliche Werte? Und wie kann sie vor Spaltung und Zerfall schützen?

14.10.2022 - 23.07.2023

Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Konrad-Adenauer-Straße 16

70173 Stuttgart

Tel. +49 (0) 711 – 212-3989

besucherdienst@hdgbw.de

www.gierhassliebe.de